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DIR Skills: Pre-Dive-Sequence, GUE EDGE

(GUE Fundamentals)

Alles Klar? Abtauchen! So oder so ähnlich sieht bei vielen Tauchern der Check vor dem Tauchgang aus. Natürlich hat man es irgendwann mal anders gelernt, aber schnell für überflüssig befunden oder vergessen. Dabei könnten durch einen guten Check vor dem Tauchgang viele "Pannen", vom Abtauchen mit geschlossenem Ventil bis zum Springen ins Wasser ohne Flossen oder Blei, vermieden werden. Viele Organisationen geben Eselsbrücken mit, damit man sich die wichtigsten Punkte besser merken kann (z. B. Taucher brauchen viel saubere Luft).

Natürlich wird auch beim Tauchen nach DIR-Standard eine Tauchgangsplanung gemacht, die verschiedene Checks beinhaltet. Und auch hier gibt es Eselsbrücken. Früher wurde SADDDDD benutzt, da man aber schnell mal eins der fünf "D" vergisst, wird nun statt dessen GUE EDGE gelehrt. Leider sind die Schlagworte, die sich hinter den Buchstaben verbergen, für nicht Englischsprachige nur schwer verständlich. Ich versuche trotzdem, sie kurz zu erklären.

Die meisten Teile dieses Checks können (und sollten) bereits vor dem Sprung ins Wasser erledigt werden. Nur Teile des Ausrüstungschecks (E - Equipment) müssen im Wasser gemacht werden.

die Pre-Dive-Sequence geht man meistens an der Wasseroberfläche durch
die Pre-Dive-Sequence geht man meistens an der Wasseroberfläche durch
GUE EDGE
  • G - Goals: Ziele des Tauchgangs. Was wollen wir machen, was ist der Plan (z.B. fotografieren, ein Ziel antauchen, üben, Spaß haben...)?
  • U - Unified Team: Wer im Team hat welche Aufgabe (z.B. Boje schießen, durch die Deko führen, Leine legen...), in welcher Reihenfolge oder Position tauchen wir?
  • E - Equipment: Die Ausrüstung. Hier wird sie komplett auf Funktion und Vollständigkeit überprüft (Pre-Dive-Sequence, siehe unten, wird meistens im Wasser gemacht).
  • E - Exposure: Puhh, das ist schwer sinnvoll zu übersetzen. Wie setze ich mich der Umgebung aus, also was ist die geplante und die maximale Tiefe sowie die geplante und die maximale Tauchgangsdauer.
  • D - Deco: Dekompression. Sie ergibt sich hauptsächlich aus Durchschnittstiefe, Zeit und den verwendeten Gasen. Wie machen wir die Deko (Stufen, Zeit, Gaswechsel)?
  • G - Gas: Welche Gase benutzen wir (MOD, END), alle Gase analysiert? Wie ist der Druck in den Flaschen? Wieviel Gas brauchen wir, wie ist das Minimum Gas und der Umkehrdruck?
  • E - Environment: Die Umgebung. Besonderheiten, auf was muss man achten: Gezeiten, Stömung, Wrack, Höhle, Boot, Schiffsverkehr...

Der Ausrüstungscheck (E - Equipment) wird Pre-Dive-Sequence genannt. Er kann im Wasser oder, sollte das nicht möglich sein (z. B. beim Tauchen vom Zodiac oder bei Strömung), zum größten Teil schon an Land bzw. auf dem Boot gemacht werden. Nur das Testen der Lungenautomaten sowie der Bubble-Check werden dann erst kurz nach dem Abtauchen gemacht.

Derjenige, der den Tauchgang führen wird, leitet auch den Check. Er überprüft alles (so dass es jeder hören kann) an seiner eigenen Ausrüstung und die anderen überprüfen ihre Ausrüstung. Sollte etwas vergessen werden, meldet man sich. Da DIR-Taucher alle die gleiche Ausrüstung verwenden, muss sich niemand mit der seines Buddys vertraut machen. Es gibt deshalb keinen Buddy-Check, sondern jeder prüft seine eigene Ausrüstung. Am besten geht man dabei nach irgendeiner Logik vor. Die meisten DIR-Taucher überprüfen zuerst die Luftversorgung und gehen dann den Rest von Kopf bis Fuß durch.

  1. Flow-check: alle Ventile prüfen, ob sie geöffnet (Rückengerät, Argon, Stages die sofort benutzt werden sollen) oder geschlossen (Stages die gerade nicht benutzt werden) sind
  2. Bubble-Check (gegenseitig); gibt es irgendwo an der Ausrüstung meines Partners Undichtigkeiten?
  3. Wing-Inflator Ein-/Auslass testen, Schnellablass testen
  4. Trocki-Inflator und Auslass prüfen
  5. Finimeter prüfen, Druck in den Flaschen prüfen
  6. Hauptlampe prüfen; bei Nacht-, Höhlen- oder Wracktauchgängen bleibt sie ab jetzt eingeschaltet
  7. beide Backuplampen prüfen (kann auch schon beim Zusammenbauen erledigt werden)
  8. Messer prüfen
  9. Blei prüfen
  10. Tascheninhalt prüfen und den Tauchpartnern mitteilen (Boje, Ersatzmaske, Wetnotes... alles dabei?)
  11. Pinkelventil prüfen (angeschlossen? Ventil geöffnet?)
  12. Flossen prüfen
  13. Kompass prüfen
  14. Computer oder Bottomtimer prüfen
  15. Zum Schluss noch ein Modified S-Drill:
    Primären Atemrelger ein paar Atemzüge unter Wasser atmen; zieht er Wasser?
  16. Mit der rechten Hand die Zweite Stufe am Schlauch aus dem Mund nehmen und mit der Linken auf den Backupregler wechseln
  17. Backupregler kurz im Wasser testen (atmen); zieht er Wasser?
  18. Backupregler wieder aus dem Mund nehmen
  19. Den langen Schlauch vollständig freilegen, über die rechte Schulter ziehen und den Tauchpartnern zeigen; liegt er frei?
  20. Langen Schlauch wieder verstauen

Sollte der lange Schlauch blockiert sein, so stünde im Notfall nicht die volle Schlauchlänge zur Verfügung. Deshalb prüft man das vor dem Tauchgang mit diesem Drill. Er sollte immer am Ende des Equipmentchecks gemacht werden, damit nicht aus Versehen nachher durch den Check selber noch der Schlauch blockiert wird (z.B. mit einer Backuplampe oder dem vergessenen Trockischlauch).

Bei eingespielten Teams dauert diese Prozedur keine zwei Minuten. Bei einfachen Tauchgängen kann man eventuell auch noch einiges weglassen, dann geht es noch schneller. Anschließend wird im Team abgetaucht und unter Wasser das OK-Zeichen abgefragt.

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