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DIR - Doing it Right

Das Thema DIR (doing it right, mach es richtig) wird unter Tauchern oft heiß diskutiert. Viele denken, allein der Name "doing it right" besage, man würde etwas falsch machen, wenn man das DIR-System nicht anwendete. Daraus entwickelten sich in der Vergangenheit verschiedenste

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DIR-Taucher bei der Deko im Attersee

Einstellungen von pro-DIR über ein-bisschen-DIR bis absolut-anti-DIR. Einige machen sich auch lustig darüber, weil ihnen vieles absurd erscheint und sie vieles nicht nachvollziehen können. Oft entstehen solche Meinungen durch Informationen, meist aus dem Internet, die aus dem Zusammenhang gerissen oder schlichtweg falsch sind. Auch ein Mitbegründer des DIR-Systems, George Irvine, hat sich durch viele, provozierende Aussagen nicht immer Freunde bei anders Denkenden und anders Tauchenden gemacht.

Viel Kritik entsteht auch dadurch, dass DIR-konforme Ausrüstung hauptsächlich von Firmen hergestellt wird, die DIR Gründern (mit)gehören. Das DIR-System entwickelte sich zu Anfang der 90er Jahre, als es einfach noch keine entsprechende Ausrüstung gab. Die Herren Irvine, Gavin, Jablonski usw. sind eben nicht nur hervorragende Taucher, sondern auch gute Geschäftsmänner. Kann man es ihnen verübeln? Inzwischen gibt es aber genug Alternativen, auch auf dem deutschen Markt.

Ich möchte durch diese Seiten niemanden "bekehren", ich möchte nur erklären, was DIR ist und warum ich und viele andere das DIR-System anwenden. Ich bin kein "alter Hase" auf diesem Gebiet, bin aber von GUE (der offiziellen Ausbildungsorganisation für DIR) zertifiziert und kann vielleicht mit einigen Vorurteilen aufräumen und einige, oft gemachte, falsche Aussagen richtig stellen.

Da DIR ständig weiterentwickelt wird, ändern sich auch gelegentlich die Standards. Diese Seiten beschreiben das DIR-System so, wie es im September 2009 aktuell war. Viel Spaß beim Lesen!

Was ist DIR?

Wenn man einen Taucher fragt was DIR ist, wird er wahrscheinlich sagen, es sei eine Art der Ausrüstungskonfiguration. Das ist nicht richtig. Vielmehr ist DIR eine Ideologie, die unter anderem eine bestimmte Einstellung,spezielle Verfahren und eine spezielle Ausrüstungskonfiguration voraussetzt, um zu funktionieren. Ziel des DIR-Systems ist es, die Sicherheit, den Spass und die Effizienz bei allen Arten von Tauchgängen (beim Sporttauchen und beim technischen Tauchen) zu erhöhen.

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DIR-Taucher

Das DIR-System entwickelte sich Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre, als Höhlentaucher die Frischwasserquellen im Norden Floridas erforschten. Bei ihren Tauchgängen kam es immer wieder vor, dass durch falsche, unerwartete oder verspätete Reaktionen in einigen Situationen hoher Stress entstand und dadurch auch ein erhöhtes Risiko. Hier setzt DIR an. Mit den Jahren entwickelte sich daraus ein System, das duch standardisierte Verfahren und standardisierte Ausrüstung aller Teammitglieder die Unfallzahlen stark reduzieren sowie die Effizienz und den Spaß am Tauchen stark steigern konnte. Dies wird erreicht durch eine minimalistische, stromlinienförmige Ausrüstung, festgelegte Verfahren zur Tauchgangsplanung, Kommunikation, Verhalten unter Wasser, Gaswechsel, Notfälle, usw. Körperliche Fitness (dazu gehört auch, dass man Nichtraucher ist) ist ebenso wichtig wie die mentale Einstellung zum Tauchvorhaben. Teamgeist ist gefragt, da im DIR-System immer im Team getaucht wird, Solotauchgänge werden (anders als von anderen Tec-Organisationen gelehrt) nicht unternommen.

Die Ausrüstungskonfiguration eines DIR-Tauchers ist die Einzige, die standardisiert ist. Sie ist so aufgebaut, dass mit der selben Ausrüstung alle Tauchgänge, vom flachen Spaßtauchgang im warmen Wasser bis zum extremen Tief-, Wrack- oder Höhlentauchgangin der Arktis, unternommern werden können. Bei allen Tauchvorhaben ist die Ausrüstung im wesentlichen gleich, sie wird je nach Tauchgang nur in wenigen Bereichen modifiziert (Kälteschutz, größere Flaschen, Stages, Scooter, Reels usw.). Einige mögen denken, eine vorgeschriebene Ausrüstungskonfiguration schränke sie in ihrer Freiheit und Kreativität ein. Wenn man aber versteht, warum die Ausrüstung so konfiguriert ist, wie sie ist, dann merkt man schnell, dass sie sehr durchdacht ist und man keinen Bedarf für etwas anderes mehr hat. Und wenn man immer die selbe Konfiguration taucht, muß man nicht ständig umdenken und reduziert Fehlverhalten bei sich selbst und beim Tauchpartner. Mehr Informationen zur Ausrüstung gibt es hier.

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das selbstständige Betätigen der Ventile ist eine der grundlegenden Übungen beim Tauchen nach DIR

Das Selbe gilt für die Verfahren. Es werden für viele Dinge feste Abläufe trainiert, die jeder ausgebildete DIR-Taucher gleich macht. Zwei wildfremde Taucher können deshalb miteinander tauchen, und jeder weiß genau, wie der andere in bestimmten Situationen reagieren wird. Unabhängig von der Nationalität, der gesprochenen Sprache oder der Taucherfahrung. Mehr Informationen zu Verfahren und Übungen gibt es hier.

Welchen Vorteil hat Standardisierung? Ein Beispiel habe ich im letzten Absatz gerade gegeben. Aber auch aus dem täglichen Leben weiß man, dass Standardisierung oft sehr vorteilhaft ist (o.k., manchmal ist sie auch lästig oder hinderlich). Bezogen auf die Ausrüstung und die festen Abläufe vereinfacht und verbessert sie dem DIR-Taucher das Tauchen. Das Vorstellen der eigenen Ausrüstung beim Buddycheck fällt weg, wenn ich meinem Buddy helfen muß, weiß ich genau, wo was ist und auch warum. Die Tauchpartner können sich besser gegenseitig überwachen und Fehler oder Defekte so früher erkennen und besser vermeiden. Und so ganz nebenbei ist die DIR-Ausrüstung unglaublich angenehm und einfach zu tauchen und macht richtig viel Spaß. Und das ist das Wichtigste!

Für wen ist DIR?

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ein DIR-Taucher mit Monoflasche und Nassanzug im Roten Meer

Auch wenn das Ausrüstungskonzept ursprünglich von Höhlentauchern entwickelt wurde, so kann man es sehr gut für das "normale" Sporttauchen einsetzen. Auch mit einer Monoflasche und einer ersten Stufe kann man (bei entsprechenden Bedingungen) sehr gut, sicher und angenehm nach DIR-Standards tauchen. Bei anspruchsvolleren Tauchgängen oder kaltem Wasser wird man dann ein Doppelgerät mit zwei ersten Stufen verwenden, eventuell kommen noch Stages und andere Ausrüstungsteile hinzu. DIR ist also nicht nur für die "Tekkies", sondern auch für die "Sporties".

In eigener Sache!

DIR wurde hauptsächlich in den USA entwickelt. Daraus ergibt sich, daß fast alle Ausrüstungsteile und Übungen mit englischen Begriffen benannt wurden und werden. Ich betreibe eine deutschsprachige Internetseite und versuche, deutsche Ausdrücke zu verwenden. Da sich im technischen Tauchen sowie unter DIR-Tauchern die englischen Begriffe aber eingebürgert haben, werde ich sie auch hier verwenden (müssen). So weit es geht und mir sinnvoll erscheint, werde ich eine deutsche Bezeichnung zusätzlich benutzen.

Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege bei allen, die bei der Erstellung dieser Seiten geholfen haben. Insbesondere bei Tom Karch, der als GUE Instructor den größten fachlichen Input lieferte, sowie bei Marion Kraschl und meiner Frau Merle, die viele Bilder dieser Seiten gemacht und dabei sehr viel Geduld bewiesen haben. Auch für das Korrekturlesen und Verbessern der vielen Tippfehler danke ich meiner Frau.

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Was und für wen ist DIR? Ein Erklärungsversuch...

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Tauchausrüstung nach DIR: Wing, Backplate und co...

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Wie macht's der DIR-Taucher? Übungen und Protokolle nach DIR...

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