|
||||||||||
DIR - Doing it RightDas Thema DIR (doing it right, mach es richtig) wird unter Tauchern oft heiß diskutiert. Viele denken, allein der Name "doing it right"
Viel Kritik entsteht auch dadurch, dass DIR-konforme Ausrüstung hauptsächlich von Firmen hergestellt wird, die DIR Gründern (mit)gehören. Das DIR-System entwickelte sich zu Anfang der 90er Jahre, als es einfach noch keine entsprechende Ausrüstung gab. Die Herren Irvine, Gavin, Jablonski usw. sind eben nicht nur hervorragende Taucher, sondern auch gute Geschäftsmänner. Kann man es ihnen verübeln? Inzwischen gibt es aber genug Alternativen, auch auf dem deutschen Markt. Ich möchte durch diese Seiten niemanden "bekehren", ich möchte nur erklären, was DIR ist und warum ich und viele andere das DIR-System anwenden. Ich bin kein "alter Hase" auf diesem Gebiet, bin aber von GUE (der offiziellen Ausbildungsorganisation für DIR) zertifiziert und kann vielleicht mit einigen Vorurteilen aufräumen und einige, oft gemachte, falsche Aussagen richtig stellen. Da DIR ständig weiterentwickelt wird, ändern sich auch gelegentlich die Standards. Diese Seiten beschreiben das DIR-System so, wie es im September 2009 aktuell war. Viel Spaß beim Lesen!
Zum Seitenanfang
Was ist DIR?Wenn man einen Taucher fragt was DIR ist, wird er wahrscheinlich sagen, es sei eine Art der Ausrüstungskonfiguration. Das ist nicht richtig. Vielmehr ist DIR eine Ideologie, die unter anderem eine bestimmte Einstellung,
Das DIR-System entwickelte sich Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre, als Höhlentaucher die Frischwasserquellen im Norden Floridas erforschten. Bei ihren Tauchgängen kam es immer wieder vor, dass durch falsche, unerwartete oder verspätete Reaktionen in einigen Situationen hoher Stress entstand und dadurch auch ein erhöhtes Risiko. Hier setzt DIR an. Mit den Jahren entwickelte sich daraus ein System, das duch standardisierte Verfahren und standardisierte Ausrüstung aller Teammitglieder die Unfallzahlen stark reduzieren sowie die Effizienz und den Spaß am Tauchen stark steigern konnte. Dies wird erreicht durch eine minimalistische, stromlinienförmige Ausrüstung, festgelegte Verfahren zur Tauchgangsplanung, Kommunikation, Verhalten unter Wasser, Gaswechsel, Notfälle, usw. Körperliche Fitness (dazu gehört auch, dass man Nichtraucher ist) ist ebenso wichtig wie die mentale Einstellung zum Tauchvorhaben. Teamgeist ist gefragt, da im DIR-System immer im Team getaucht wird, Solotauchgänge werden (anders als von anderen Tec-Organisationen gelehrt) nicht unternommen. Die Ausrüstungskonfiguration eines DIR-Tauchers ist die Einzige, die standardisiert ist. Sie ist so aufgebaut, dass mit der selben Ausrüstung alle Tauchgänge, vom flachen Spaßtauchgang im warmen Wasser bis zum extremen Tief-, Wrack- oder Höhlentauchgang
Das Selbe gilt für die Verfahren. Es werden für viele Dinge feste Abläufe trainiert, die jeder ausgebildete DIR-Taucher gleich macht. Zwei wildfremde Taucher können deshalb miteinander tauchen, und jeder weiß genau, wie der andere in bestimmten Situationen reagieren wird. Unabhängig von der Nationalität, der gesprochenen Sprache oder der Taucherfahrung. Mehr Informationen zu Verfahren und Übungen gibt es hier.
Zum Seitenanfang
Welchen Vorteil hat Standardisierung? Ein Beispiel habe ich im letzten Absatz gerade gegeben. Aber auch aus dem täglichen Leben weiß man, dass Standardisierung oft sehr vorteilhaft ist (o.k., manchmal ist sie auch lästig oder hinderlich). Bezogen auf die Ausrüstung und die festen Abläufe vereinfacht und verbessert sie dem DIR-Taucher das Tauchen. Das Vorstellen der eigenen Ausrüstung beim Buddycheck fällt weg, wenn ich meinem Buddy helfen muß, weiß ich genau, wo was ist und auch warum. Die Tauchpartner können sich besser gegenseitig überwachen und Fehler oder Defekte so früher erkennen und besser vermeiden. Und so ganz nebenbei ist die DIR-Ausrüstung unglaublich angenehm und einfach zu tauchen und macht richtig viel Spaß. Und das ist das Wichtigste! Für wen ist DIR?
In eigener Sache!DIR wurde hauptsächlich in den USA entwickelt. Daraus ergibt sich, daß fast alle Ausrüstungsteile und Übungen mit englischen Begriffen benannt wurden und werden. Ich betreibe eine deutschsprachige Internetseite und versuche, deutsche Ausdrücke zu verwenden. Da sich im technischen Tauchen sowie unter DIR-Tauchern die englischen Begriffe aber eingebürgert haben, werde ich sie auch hier verwenden (müssen). So weit es geht und mir sinnvoll erscheint, werde ich eine deutsche Bezeichnung zusätzlich benutzen. Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege bei allen, die bei der Erstellung dieser Seiten geholfen haben. Insbesondere bei Tom Karch, der als GUE Instructor den größten fachlichen Input lieferte, sowie bei Marion Kraschl und meiner Frau Merle, die viele Bilder dieser Seiten gemacht und dabei sehr viel Geduld bewiesen haben. Auch für das Korrekturlesen und Verbessern der vielen Tippfehler danke ich meiner Frau. |
||||||||||
Zum Seitenanfang
|
||||||||||